Das Justizzentrum Magdeburg

Die Landeshauptstadt Magdeburg verfügt seit über zehn Jahren über ein modernes und zentral gelegenes Justizzentrum im Herzen der Stadt. Das Justizzentrum trägt den Namen "Eike von Repgow" und ehrt damit den Verfasser des Sachsenspiegels, eines der ersten deutschen Rechtsbücher aus dem 13. Jahrhundert.

Das zwischen 1895 und 1899 erbaute und früher von der Deutschen Post als Hauptpost genutzte Gebäude wurde zwischen 2005 und 2007 in ein modernes Justizzentrum umgebaut.

Der Gebäudekomplex liegt als Vierflügelanlage zwischen dem Breiten Weg im Osten und der Max-Josef-Metzger-Straße im Westen nördlich der St. Sebastians-Kirche. Das Haupthaus wurde nach den Plänen der kaiserlichen Oberpostdirektion als 4-geschossiger Monumentalbau errichtet. In das Gebäude sind verschiedene Baustile eingeflossen. Die Werksteinfassade wurde im Stil niederländischer Spätgotik errichtet, die Rückfront im Stil deutscher Renaissance, das Haupthaus dagegen unter Verwendung auch neogotischer Formen.

Neben dem Amtsgericht Magdeburg beinhaltet das Gebäude das Arbeitsgericht Magdeburg, das Sozialgericht Magdeburg, das Verwaltungsgericht Magdeburg, das Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt sowie die Staatsanwaltschaft Magdeburg. 2009 kam die frühere Volkshochschule in der Leiterstraße zum Gebäudekomplex hinzu. Ein verglaster Übergang verbindet beide Häuser. Auf ca. 35.000 m² Bürofläche arbeiten rd. 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter "unter einem Dach". Den im Justizzentrum untergebrachten Behörden stehen über 30 Sitzungssäle in unterschiedlichen Größen, 4 moderne Schulungsräume sowie eine auch öffentlich zugängliche Zentralbibliothek zur Verfügung. Mit Ausnahme des Landgerichts Magdeburg, das seinen Sitz in der Halberstädter Straße hat, sind damit alle Gerichte der Landeshauptstadt Magdeburg in einem Gebäudekomplex vereint. Allen Bürgerinnen und Bürgern steht damit eine zentrale Anlaufstelle zur Verfügung.

Im Foyer des Justizzentrums befindet sich eine Infothek, an der alle Besucherinnen und Besucher erste Informationen erhalten können. Weiterhin können sich Gäste, Zeugen oder Prozessparteien an Monitoren über Einzelheiten zu den täglich stattfindenden Gerichtsverhandlungen informieren.

Wer das Justizzentrum Magdeburg betreten möchte, hat sich seit dem Jahr 2011 einer Einlasskontrolle zu unterziehen. Finden viele Gerichtsverhandlungen zur gleichen Zeit statt, kann es beim Einlass zu Zeitverzögerungen kommen. Es wird daher empfohlen, rechtzeitig vor dem Beginn der Verhandlung zu erscheinen, auch deshalb, weil das Justizzentrum keine eigenen Besucherparkplätze vorhält und sich die Parkplatzsuche in der Innenstadt von Magdeburg mitunter zeitaufwändig gestalten kann. Gebührenpflichtige Parkplätze sind in der Umgebung vorhanden.

Unmittelbar neben dem Haupteingang des Justizzentrums Magdeburg liegt die Straßenbahnstelle "Leiterstraße", so dass Sie auch mit dem Öffentlichen Nahverkehr anreisen können. Reisen Sie mit dem Zug an, müssen Sie ab dem Hauptbahnhof Magdeburg eine Gehzeit von etwa 5 bis 10 Minuten einkalkulieren.

Im Jahr 2015 hat ein Bistro den Betrieb aufgenommen. Es heißt "JUBI" (steht für "Justiz" und "Bistro") und hält für Gäste und Bedienstete des Justizzentrums neben verschiedenen Frühstücks- und Mittagsangeboten auch Heiß- und Kaltgetränke bereit. Ein idealer Ort, um Gespräche zu führen und Wartezeit zu überbrücken.